nero

Wertschöpfung

Mehr als 1.000.000 Solaranlagen erzeugen heute in Deutschland sauberen und sicheren Strom. An einem sonnigen Tag produzieren sie mehr Strom als alle deutschen Atomkraftwerke zusammen. Laut einer Prognose des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung wird der Anteil der Sonnenenergie weiter steigen: bis auf ca. 65 Prozent Gesamtenergieanteil im Jahr 2100.

In Deutschland hat die Photovoltaik bis heute rund 125.000 Arbeitsplätze geschaffen, so aktuelle Zahlen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Und auch ein Blick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigt, welchen Beitrag erneuerbare Energien wie die Photovoltaik für die Gesellschaft leisten: Allein der Ausbau erneuerbarer Energien erhöhte laut GERMANWATCH das BIP im Jahr 2010 um einen Wert zwischen 1 und 1,75 Prozent. Vorsichtige Prognosen gehen davon aus, dass es 2030 mehr als 3 Prozent sein werden.

Doch auch in kleinerem Maßstab betrachtet erweisen sich regenerative Energien als Entwicklungsmotor, etwa bei der kommunalen Wertschöpfung. So betrug die Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2011 in Deutschland laut Institut für ökologische Wirtschaftsforschung 8,9 Milliarden Euro.


Erfolgsmodell EEG

Basis für die Erfolgsgeschichte der Photovoltaik in Deutschland war und ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG. Seit April des Jahres 2000 regelt das EEG in Deutschland die Einspeisung und Vergütung regenerativ erzeugten Stroms. Als Fortsetzung des bereits 1991 in Kraft getretenen Stromeinspeisungsgesetzes versteht sich das EEG von Beginn an als Anschubförderung für erneuerbare Energien. In § 1 EEG heißt es:

(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern.

(2) Um den Zweck des Absatzes 1 zu erreichen, verfolgt dieses Gesetz das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung mindestens zu erhöhen auf

  1. 35 Prozent spätestens bis zum Jahr 2020,
  2. 50 Prozent spätestens bis zum Jahr 2030,
  3. 65 Prozent spätestens bis zum Jahr 2040 und
  4. 80 Prozent spätestens bis zum Jahr 2050

und diese Strommengen in das Elektrizitätsversorgungssystem zu integrieren. Der Fördermechanismus des deutschen EEG diente bis zum Jahr 2011 für mindestens 61 Staaten sowie 26 Bundesstaaten bzw. Provinzen als Vorlage für ähnliche Gesetze.

Weitere Informationen finden Sie hier.