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Energiemanager

Stromerzeugung und Energieverbrauch werden künftig intelligenter. Denn das Management von Energieströmen, inklusive Eigenverbrauch und der Einbindung von Speichersystemen, ist elementar für die dezentrale Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Eines der wichtigsten Ziele dabei ist es, den Anteil des Eigenverbrauchs am selbst produzierten Strom weiter zu erhöhen und damit gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage zu verbessern und die Versorgungsnetze zu entlasten.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden Erzeuger, Verbraucher und Speicher zu einem intelligenten, vollautomatischen System vernetzt. Basis dafür: der permanente Informationsaustausch zwischen allen Komponenten und die Berücksichtigung von Prognosen sowohl für die Erzeugung als auch für den Verbrauch. Ein intelligentes Energiemanagement lässt sich in drei Stufen realisieren:

1. Analyse, Prognose und Information

Wann steht welche Menge Solarstrom zur Verfügung? Wann müssen welche Verbraucher versorgt werden? Wie viel gespeicherte Energie steht zur Verfügung? Wie viel Strom wird derzeit erzeugt, verbraucht und mit dem öffentlichen Netz ausgetauscht?

2. Automatische Verbrauchersteuerung

Waschen, spülen, erwärmen – in nahezu jedem Haushalt gibt es Verbraucher, die unabhängig von Tageszeiten dann betrieben werden können, wenn viel Solarstrom zur Verfügung steht. Durch eine passende automatische Steuerung, etwa der Waschmaschine, lässt sich der Eigenverbrauchsanteil ohne Komforteinbußen deutlich steigern. Ebenfalls geeignet sind Wärmepumpen oder Heizpatronen für Warmwasserspeicher, da sich die mit ihrer Hilfe erzeugte Wärme vergleichsweise einfach und kostengünstig speichern lässt.

3. Zwischenspeicherung von Energie

Mit entsprechenden Systemen lässt sich Solarstrom auch für einen späteren Verbrauch zwischenspeichern. Das erhöht die Eigenverbrauchsquote noch weiter und vergrößert außerdem die Unabhängigkeit vom Versorgungsnetz. Schon kleinere Energiespeicher in einer Größenordnung von wenigen Kilowatt, etwa in Wechselrichter integriert, können den Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage deutlich erhöhen. Darüber hinaus können künftig elektrisch betriebene Fahrzeuge zusätzlich als Energiespeicher dienen.

Doch ob Batteriespeicher, E-Fahrzeug oder Wärmepumpe — Fakt ist: Während Speichersysteme durch technologische Weiterentwicklung bei den Batterien und steigende Stückzahlen zunehmend günstiger werden, nehmen die Kosten für konventionell erzeugten Strom voraussichtlich weiter zu. Und ganz nebenbei ermöglichen Speichersysteme eine Absicherung wichtiger Verbraucher gegen Netzausfälle.